Aus unserer Schulhauschronik
Zur Entstehung unserer Schule
Am 1. März 1975 wurde die erst wenige Jahre vorher in dem aufstrebenden
Ortsteil Neu-Röthenbach errichtete Volksschule in je eine selbständige Grund-
und Hauptschule getrennt. Die 18 Klassen der Hauptschule waren wegen der großen
Raumnot zunächst noch im Gebäude der Grundschule und mit einigen Klassen in
den Schulpavillons an der Röthenbacher Hauptstraße untergebracht. Das
eigentlich für sie errichtete Schulgebäude konnte die Hauptschule erst im
Januar 1977 beziehen, nachdem die im Aufbau befindliche Staatliche Realschule
und das ebenfalls neu errichtete "Sigmund-Schuckert-Gymnasium" endlich
in ihr "Schulzentrum Südwest" an der Pommernstraße umgezogen waren.
Der große Schulsprengel (Röthenbach, Teile von Schweinau und Eibach, sowie das
Hafengebiet und der ganze Ortsteil Gebersdorf) machte die Schule rasch zu einer
der größten Hauptschulen Nürnbergs.

Die Bauzeit betrug fast genau zwei Jahre, vom April 1971
bis Anfang März 1973. Die Baukosten - ohne Grundstückskosten - beliefen sich
auf rund 9,5 Mill. DM. Etwa 400.000 DM wurden für die Inneneinrichtung
(eingebaute Schränke, Wandverkleidungen, Schreinerarbeiten usw., ohne
bewegliches Mobiliar) ausgegeben, so dass für das Schulhaus eine Bausumme von
rund 10 Mill. DM genannt werden kann.

Das Kunstwerk vor dem Haupteingang des Schulhauses heißt "Diskussion junger Leute" und wurde von dem Künstler Karl Reidel geschaffen.
Schulfest 1985: 10 Jahre Hauptschule Herriedener Str. 29


Der Computer hält Einzug
Im Schuljahr 1987/88 erhielt die Schule die ersten fünf Computer (Commodore
PC10 II) und den dazugehörigen Drucker für den nach den neuesten Richtlinien
als Wahlfach eingeführten Unterricht in Informatik (für ca. 15.000 DM).
Inzwischen haben alle Klassenzimmer des Hauptschulgebäudes einen
Internetanschluss und unsere Schule besitzt drei Computerräume.
Die Fassadensanierung
1988/89
Nach vorausgegangenen gründlichen Untersuchungen wurde
seitens des Hochbauamtes festgestellt, dass die Bausubstanz des Schulhauses
Herriedener Straße 29 (16 Jahre nach Erstellung!) nicht mehr sicher ist.

Die über den Fenstern angebrachten je eine Tonne schweren
Sichtblenden aus Beton mussten aus Sicherheitsgründen rasch entfernt werden,
weil die sie haltenden Eisenarmierungen angerostet waren. Von Mitte November
1988 bis Mitte Januar 1989 wurden die Sichtblenden abmoniert und sämtliche
Betonplatten der Außenfassade neu befestigt.
Schulfest 1995: 20 Jahre Hauptschule Herriedener
Str. 29

Schulfest 2000: 25 Jahre Hauptschule Herriedener Str. 29

Das Schulfest 2000 stand unter dem Motto: „Die Siebziger Jahre“
Unter anderem fand eine Ausstellung der verschiedenen Computergenerationen
statt.
Hierzu erstellten wir eine Powerpoint- Präsentation.
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Zum Vergrößern bitte die gewünschte Folie anklicken.
Unsere Rektoren:
Herr Schad 1970 bis 1975
Herr Wolf 1976 bis 1983
Herr Müller 1983 bis 1989
Herr Schäfer 1989 bis 2008
Herr Kormann seit 2008
Ein Steuermann geht von Bord

Am Ende des Schuljahres 2001/2002 wurde Herr Hönig in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Danke für 32 Jahre unermüdlichen Einsatz für unsere Schule.
Unser neuer Schulname: Robert-Bosch-Schule
Nachdem wir im Mai 2005 unser 30-jähriges Bestehen feiern konnten, begann am 2. Dezember 2005 eine neue Ära in der Schulgeschichte: die Hauptschule an der Herriedener Straße trägt jetzt den Namen
Robert-Bosch-Schule.
Nach vielen internen und externen Gesprächen haben wir uns mit
Robert Bosch eine Persönlichkeit als Namensgeber gewählt, die nicht nur als
visionärer Unternehmer eine kleine Werkstatt zum Weltkonzern geführt hat,
sondern auch als großer sozialer Reformer in einer Zeit, als noch niemand an
eine 40-Stunden-Woche gedacht hat, u.a. den 8-Stunden-Tag und den freien
Samstagnachmittag eingeführt hat. Grundsätze, nach denen Robert Bosch seine
Firma geleitet hat, sind auch für uns heute noch hoch aktuell: "Wer aufhört,
besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein" und Selbstverantwortung sind
zentrale Zielsetzungen, die wir auch unseren Schülern vermitteln wollen.
Nach einem umfangreichen Genehmigungsverfahren konnten wir den neuen Schulnamen
am 2. Dezember 2005 mit einer sehr gelungenen Festveranstaltung feiern, bei der
sich viele Ehrengäste von den engagierten Beiträgen unserer Schüler/-innen
und Kollegen/innen begeistern ließen.
Bildungspartnerschaft mit der Robert Bosch GmbH
Im Dezember 2006 wurde in München die zwischen der Robert Bosch GmbH und unserer Schule vereinbarte Bildungspartnerschaft "Wissensfabrik" in Anwesenheit eines Geschäftsführers der Fa. Bosch und des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus feierlich unterzeichnet. In gemeinsamen Projekten und Aktionen zur Berufsorientierung wird unseren Schülerinnen und Schülern der Zusammenhang zwischen schulischer Ausbildung und späterer Berufsausbildung /-übung praktisch verdeutlicht, in enger Zusammenarbeit mit Ausbildern und Auszubildenden werden naturwissenschaftliches und technisches Denken geschult sowie Teamfähigkeit gefördert.
Werner
Schäfer, Rektor von 1989 - 2007
W.
Schäfer kam 1989 von der Berthold-Brecht-Gesamtschule als Schulleiter an unsere
Schule, die damals noch Hauptschule Herriedener Straße hieß.
Ihm
ist zu verdanken, dass unsere Schule eine der ersten war, an der die besondere
zehnte Klasse F10 und später der M-Zug erfolgreich etabliert wurden. In der
Erkenntnis, dass die digitalen Medien auch im Schulbereich eine immer größere
Rolle spielen, engagierte er sich sehr für die Förderung des IT-Bereichs an
unserer Schule: Die Computerräume und später auch die Klassenzimmer wurden,
soweit möglich, medientechnisch auf den neuesten Stand gebracht; durch
schulhausinterne und lokale Fortbildungen wurden dem Kollegium und Nürnberger
Lehrkräften der Umgang mit den digitalen Medien und ihre Anwendung im
Unterricht nahe gebracht.
Ein
großes Ereignis, das immer mit seinem Namen und seiner Amtszeit verbunden
werden wird, war die Umbenennung der Schule in Robert-Bosch-Schule im Jahr 2005
und die damit verbundene Kooperation mit der Firma Bosch .
Uns
Lehrkräften bleibt W. Schäfer als ein Schulleiter in Erinnerung, dessen Tür
stets offen stand, sowohl für Lehrer als auch Schüler und deren Eltern. Er war
ein geduldiger Zuhörer, welcher Art das Anliegen auch war und suchte stets nach
einer Lösung, die für alle Beteiligten Zufriedenheit
schuf.
(C. Leppert)
Einige Bilder von der Verabschiedung
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